Vier der am meisten benutzten Web-2.0-Technologien sind Blogs, Podcasts, Social Networks und Wikis, obwohl es noch eine Reihe anderer Technologien gibt.
Blogs. Die Technologie, die das Blogging ermöglicht, unterscheidet sich im Prinzip nicht von anderen Technologien, da ein Blog anderen Formen von Online-Publikationen oder Websites sehr ähnlich ist. Der Blogger wählt jedoch eine bereits bestehende Vorlage und muss die Seite nicht von Grund auf neu gestalten. Auf die gleiche Art und Weise, wie Desktop-Publishing-Softwares die gedruckten Veröffentlichungen revolutionierten und es ermöglichten, Inhalte in fertige Vorlagen einzufügen, können Blogger ihre Inhalte auf Seiten veröffentlichen, die gestaltet, veröffentlicht und beherbergt werden, ohne dass der Blogger sich mit Design, Mark-Up oder anderen technischen Fragen auskennen muss. Ein großer Unterschied jedoch ist die Möglichkeit, Kommentare hinzuzufügen. Technisch gesehen war dies in den frühen Tagen des Webs schwierig zu verwirklichen. Mit der Zunahme der Foren und Gästebüchern wurde dies gebräuchlicher. Während ein Forum jedoch normalerweise moderiert wurde, war dies bei einem Blog nicht der Fall. Dies fasst die Definition des Web 2.0 zusammen. Es unterscheidet sich nicht so sehr vom Web 1.0, erleichtert jedoch Personen mit weniger Erfahrung die Teilnahme. Vom Standpunkt der Intersicherheit jedoch bedeutet die Einfachheit des Zugangs und der Benutzung, dass diese Technologie die Verbreitung von Informationen und Ansichten ermöglicht, die vielleicht für das Publikum und den/die Urheber/in nicht wünschenswert sind.
Podcasting ist eine Möglichkeit, den gemeinsamen Zugriff auf Multimedia-Dateien über das Internet zu ermöglichen, um diese dann auf mobilen Endgeräten oder Computern abzuspielen. Der Begriff Podcast bezeichnet entweder die Sendung an sich oder die Übermittlungsmethode. Alle Personen mit Internetzugang, einem Mikrophon und einem einfachen Computer können einen Audio-Podcast erstellen und diesen online zur Verfügung stellen. Man kann Podcasts abonnieren, damit sie sich automatisch auf einem Computer oder mobilen Endgerät aktualisieren. So erhält der Abonnent ständig neue Sendungen, während sie aktualisiert und produziert werden. Im Internet steht gratis Serverplatz zur Verfügung, um die Datei (normalerweise mp3) zu speichern, z.B. ourmedia
http://www.ourmedia.org/ und einen Podcast-aktiven RSS Feed, z.B. feedburner, zu erstellen (
http://www.feedburner.com/fb/a/home.
Wikis sind Webseiten, die es LeserInnen ermöglichen, zu interagieren und mit anderen zusammenzuarbeiten, da solche Seiten von jedem bearbeitet oder hinzugefügt werden können. Das bekannteste Beispiel eines Wikis ist Wikipedia, eine gemeinschaftliche Enzyklopädie, die inzwischen mehr Einträge als die
Encyclopaedia Britannica enthält.
Social Bookmarking ermöglicht es den BenutzerInnen, ihre benutzergenerierten Internetfavoriten oder Lesezeichen mit anderen zu teilen. Früher verfügten die BenutzerInnen über eine Liste bevorzugter Internetseiten in ihrem Internetbrowser. Jetzt ermöglicht das Social Bookmarking das Teilen dieser Listen, damit jeder sie benutzen kann. Der Inhalt kann mit Hilfe von Tags klassiert werden, um das Suchen und die Benutzung zu vereinfachen.
http://del.icio.us (im Besitz von Yahoo) ist ein gutes Beispiel von Social Bookmarking und zeigt BenutzerInnen die Anzahl anderer Personen, die eine gewisse Site gespeichert haben.
Das Teilen von Fotos ist ein beliebtes Tool, das es den BenutzerInnen ermöglicht, Fotos mit der Familie und Freunden zu teilen. Die am meisten benutzte Site heißt Flickr
http://www.flickr.com. Sie ermöglicht es den BenutzerInnen, Fotos zu veröffentlichen und anschließend andere einzuladen, diese einzeln oder als Diashow anzuschauen. Zu jedem Foto können Kommentare und Tags hinzugefügt werden und andere BenutzerInnen können auch Kommentare hinzufügen.
Das Teilen von Videos ist ein ähnliches Tool zum Teilen von Videos, wobei sich einige Sites auf besondere Arten von Videos spezialisieren. Eine der beliebtesten Sites ist youtube
http://www.youtube.com. Eine Site für LehrerInnen für den pädagogischen Gebrauch ist teachertube
http://www.teachertube.com. Sites zum Teilen von Videos verfügen normalerweise über eine Suchfunktion und ermöglichen es den BenutzerInnen, Videos zu veröffentlichen, diese zu kommentieren, ein Tag hinzuzufügen und anzuschauen. Es gibt eine Reihe von Gemeinschaften zum Teilen und Herstellen von Videos zu einem Thema gemeinsamen Interesses. Kürzlich wurden Sites eingerichtet, die es den BenutzerInnen ermöglichen, ihre Videoclips online zu bearbeiten und Klang, Untertitel usw. hinzuzufügen, zum Beispiel: Jumpcut
http://www.jumpcut.com und VideoEgg
http://www.videoegg.com.
Software zur Bearbeitung und Verbesserung von Fotos steht jetzt online zur Verfügung und erlaubt es den BenutzerInnen, ihre Fotos zu verbessern. Hier einige Beispiele dieser Anwendung, die sich einer steigenden Beliebtheit erfreut:
Kommunikationstools – die Zunahme neuer Protokolle und Technologien.Während das originale World Wide Web sozusagen durch die Übernahme des Hypertext-Übertragungsprotokolls (http) und des File Transfer Protocol (FTP) ermöglicht wurde, haben sich im Web 2.0 neue Protokolle entwickelt – Voice Over Internet (VOIP), wie zum Beispiel bei Skype und Peer to Peer (P2P) verwendet – die die Benutzung des Web auf eine freiere Art und Weise demonstrieren. Im Web 1.0 führte der Internetverkehr von „Behörden“ zu Einzelpersonen, im Web 2.0 verbindet der Verkehr einzelne BenutzerInnen.
Die Übertragungsgeschwindigkeiten haben sich mit der weitläufigen Verbreitung von ADSL und anderen Formen von Breitbandtechnologien deutlich verbessert, im Vergleich zu den ursprünglichen Verbindungsaufbauoptionen durch Modems, und haben die Benutzung von Webcams und Datenübertragungen ermöglicht, die man sich vor ein paar Jahren nur erträumen konnte.
Dateitausch. Ein Aspekt, der InhaberInnen von Urheberrechten Sorgen bereitet, ist die Technologie, die den Peer-to-Peer (P2P) Dateitausch ermöglicht. Mit der Einführung des Protokolls BitTorrent kann das Web dazu benutzt werden, Inhalte in Bibliotheken von Privatpersonen zu finden, wo auch immer sich diese befinden. Obwohl dies an sich einen freien Austausch von Material darstellt, liegt hier eine scheinbar unerwünschte Anwendung des Webs vor, da das Material sehr oft urheberrechtlich geschützt ist. Da außerdem das Gerät der Person, die Dateien herunterlädt, während dieser Zeit benutzt wird, um Teile von Dateien bei anderen Personen hochzuladen, wurde darauf hingedeutet, dass dies ein riskantes Verhalten sein könnte, weil der Computer auf eine Art und Weise benutzt wird, die nicht unbedingt durchsichtig ist.
Denken Sie daran: