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Social networking

Was ist ein Social Network?
Social Networks sind Gemeinschaften von Personen, die Interessen und Aktivitäten teilen oder sich dafür interessieren, die Interessen und Aktivitäten anderer Personen zu entdecken. Die meisten Social-Networking-Websites bieten den BenutzerInnen verschiedene Möglichkeiten an, miteinander zu kommunizieren, zum Beispiel über Chat, Nachrichtenübermittlung, E-Mail, Video, Voice-Chat, Datenaustausch, Blogging, Diskussionsgruppen und so weiter. Solche Sites verkörpern das Web 2.0, da ein großer Teil des Inhalts von BenutzerInnen erzeugt wird. Sie sind schnell sehr populär geworden. Bebo zog in etwas mehr als einem Jahr 25 Millionen Mitglieder an und war für 3 Milliarden monatliche Seitenaufrufe in der ganzen Welt verantwortlich.

Social-Networking (SN) Sites beginnen mit einer anfänglichen Anzahl von Mitgliedern, die Botschaften an ihre Freunde schicken und sie einladen, Mitglied auf der Site zu werden. Neue Mitglieder wiederholen den Vorgang und so erhöhen sich Mitgliederzahl und Links im Netzwerk. SN Sites bieten Funktionen wie sichtbare Profile, die es den BenutzerInnen erlauben, persönliche Websites mit Blogs, Fotos und anderen Anwendungen zu erstellen, die ihnen dabei helfen, mit anderen Mitgliedern des Netzwerks in Verbindung zu treten. BenutzerInnen können auch Datenträger wie Musikdateien und Videoclips in ihre Profile einschließen und originelle Inhalte mit anderen teilen, indem sie sie diese auf die Site hochladen.

Diese Netzwerke sind normalerweise auf gemeinsamen Interessen aufgebaut. MySpace zum Beispiel baut auf unabhängige Musikszenen auf. Facebook wurde ursprünglich ausschließlich von amerikanischen Studenten der Ivy League Universitäten benutzt, während Bebo und Hi5 es Schul- und Universitätsfreunden erleichtern, mit ihren Freunden in Kontakt zu bleiben. Der Wert des Netzwerks liegt für die Mitglieder in der Anzahl Personen im Netzwerk.

Einige mobile SNs sind dabei, sich zu entwickeln, wie Dodgeball und Enpresence. Sie sind riskanter für Jugendliche als internetbasierte SNs, weil sie die BenutzerInnen informieren, wenn sie sich in physischer Nähe ihrer Kontakte befinden. Inzwischen fügen bestehende webbasierte SNs ihrem Angebot mobile Dienstleistungen hinzu. Facebook zum Beispiel bietet mobiles Surfen, die Möglichkeit, Fotos hochzuladen und per SMS persönliche Botschaften mit anderen BenutzerInnen auszutauschen (zurzeit nur in den USA) und MySpace entwickelt ähnliche Dienstleistungen.

Welches sind die Vorteile?
Social-Networking-Sites bieten neue Möglichkeiten für BenutzerInnen, ihre Meinung auszudrücken, andere Personen mit ähnlichen Interessen und Erfahrungen zu finden und in einer virtuellen Umgebung zu lernen und Kenntnisse auszutauschen.
  • KünstlerInnen können Alben vorführen, Filmproduzenten ihre Werke vorstellen, alle können verkaufen, was sie nur wollen, für lokale Veranstaltungen, Ereignisse und Orte werben, virale Videos verbreiten…
  • Junge Leute möchten sich ausdrücken, sind sozial höchst interaktiv und mobilisieren sich schnell für gewisse Themen, z.B. Umweltthemen wie den Tsunami.

Welche Risiken birgt die Benutzung von Social-Networking-Websites?
Wie bei jeder Form der Kommunikation online gibt es Risiken. Vor allem, weil es sich um öffentliche Orte handelt, die jeder benutzen kann, Jugendliche und Erwachsene, und die veröffentlichten Inhalte können in der ganzen Welt betrachtet werden. Es besteht das Risiko der Belästigung, der Begegnung mit Online-Verbrechern, des Identitätsdiebstahls und der Förderung gewalttätiger und unangebrachter Inhalte. Es sollte unterstrichen werden, dass Kinder und Jugendliche nicht nur zu Opfern solcher schädlicher Verhaltensweisen werden können, sondern sich auch an der Einführung, der Aufrechterhaltung oder Verübung solcher Verbrechen gegen andere beteiligen können.

Jugendliche sagen aus, dass sie sich in virtuellen Umgebungen unbesiegbar fühlen und all ihre Hemmungen verlieren. Dies kann wiederum zu bedenklichen Verhaltensweisen online führen, durch die sie sich Online-Verbrechern aussetzen. Leider sind die Benutzerprofile bei vielen Social-Network-Anbietern standardmäßig öffentlich zugänglich. Alle veröffentlichten Informationen können also öffentlich eingesehen werden, es sei denn, die Jugendlichen ändern dies selbst.

Was können wir tun, um Jugendliche auf Social-Networking-Sites zu schützen?
Wie bei allen Online-Technologien besteht die Antwort nicht darin, den Jugendlichen deren Benutzung zu verbieten. Sie müssen befähigt werden, sich online sicher und kritisch zu verhalten und dazu angeregt werden, Altersgrenzen zu beachten, ihre persönlichen Daten für sich zu behalten und verantwortungsbewusste Herausgeber zu sein. All diese Dinge sind offline normal – wieso also nicht auch online? Wie bei allen anderen Themen der Internetsicherheit resultiert der beste positive Einfluss auf das Verhalten der Kinder online aus einer aktiven Beteiligung der Eltern an ihrem Online-Leben. Denken Sie daran, dass Ihr Kind Sie sehr viel weniger schnell in seine Online-Erfahrungen einweihen wird, wenn es denkt, dass ihm dadurch die Benutzung des Internets verboten wird.

Welche Ratschläge sollten wir Jugendlichen geben, die sich mit Social-Networking-Sites beschäftigen?
Vergewissern Sie sich, dass sie sich der Gefahren bewusst sind, wenn sie jedem den Zugang zu ihren persönlichen Daten erlauben – als Faustregel sollte gelten, dass alles öffentlich ist, es sei denn, man sorgt für das Gegenteil. Für die Option „privat“ zu wählen bedeutet nicht immer, dass nur Freunde das Profil einsehen können. In einigen Fällen bedeutet es, dass noch immer jeder das Profil einsehen kann, aber nur „Freunde“ Kommentare oder Sofortnachrichten schicken können.

Lehren Sie Jugendliche, ihren Instinkten zu vertrauen – wenn etwas sich nicht “richtig anfühlt”, dann ist es das wahrscheinlich auch nicht! Wenn sie online auf etwas stoßen, was sie nicht mögen oder was ihnen ein unangenehmes Gefühl bereitet, sollten sie den Computer ausschalten und einen Erwachsenen informieren.

Seien Sie vorsichtig mit persönlichen Daten. Das Problem liegt darin, dass sobald eine Person persönliche Daten im Internet veröffentlicht, er/sie die Kontrolle darüber verliert, wer diese Informationen sehen wird und wie sie benutzt werden. Bilder können einfach kopiert und mit einem Knopfdruck mit tausenden anderen BenutzerInnen geteilt werden. Durch das digitale Format der Fotos können sie sogar verändert oder verfälscht werden. Jugendliche sollten lernen, keine Bilder zu veröffentlichen, die nicht jeder sehen sollte, einschließlich ihrer Eltern und LehrerInnen.

Online ist nicht jeder, was er zu sein scheint – Die Tatsache, dass gewisse Websites behaupten, SchülerInnen der gleichen Schule miteinander zu verbinden, bedeutet nichts. Die von den BenutzerInnen angegebenen Informationen werden nicht geprüft. Jeder kann ein Benutzerprofil erstellen und behaupten, jemand anders zu sein. Jeder kann sich außerdem, ohne Rücksicht auf sein richtiges oder vorgegebenes Alter, so vielen Schulgemeinschaften anschließen, wie er will.

Lesen Sie die häufig gestellten Fragen über Blogs, Dateitausch, Chat, Belästigung und Datenschutz für weitere Informationen.

Auf der Website Ihres nationalen Knotenpunkts finden Sie nützliche Links und weitere Informationen.
 
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