Spacer
Spacer Startseite > Neuigkeiten  > Artikel  > 1107  > Checkliste für Eltern 
Spacer
 EN  Separator Line  FR 
 

Werbung in Spielen : Ratschläge für Eltern und LehrerInnen

Was Eltern (und ErzieherInnen) hinsichtlich der Werbung in Online-Spielen unternehmen können
  • Sorgen Sie dafür, dass die Kinder nie persönliche Daten enthüllen. Kommerzielle Websites scheuen keine Mühe, um so viele Informationen wie möglich von den Kindern zu erhalten, oft im Rahmen eines Spieles oder Wettbewerbs. Kinder sind naiv und würden alle gewünschten Daten angeben, nicht nur über sich selbst, sondern auch über ihre Freunde und Eltern. Diese Daten können benutzt werden, um unerwünschte Werbung zu schicken, Geld zu verdienen (indem sie verkauft werden), die Produkte und die Website noch besser auf die Zielgruppe abzustimmen, sie mit anderen verfügbaren Informationen zu verbinden und so Konsumentenprofile zusammenzustellen, usw. Aus allen diesen Gründen ist es wichtig, die Kinder darauf hinzuweisen, dass sie nie ihre persönlichen Daten auf einer Website angeben dürfen, noch nicht einmal für ein Spiel oder gegen Geschenke oder Punkte. Erklären Sie den Kindern, wieso sie dies nicht tun dürfen. Ältere Kinder müssen auch lernen, vorsichtig mit Informationen über sich selbst und andere umzugehen. Dieser Reflex ist äußerst wichtig, auch um alle Arten von anderen Risiken online zu vermeiden. Sprechen Sie mit den älteren Kindern und den Jugendlichen und raten Sie ihnen, immer erst einen Erwachsenen zu fragen, bevor sie Informationen enthüllen. Bringen Sie ihnen alles über die Privatsphäre und die Gesetzgebung zu diesem Thema bei. Prüfen Sie mit ihnen die Erklärung zum Schutz der Privatsphäre der Website und erklären Sie ihnen, was in einer solchen Erklärung stehen sollte, bevor es sicher ist, die persönlichen Daten zu offenbaren, usw. Kurz gefasst: Geben Sie ihnen eine Lehrstunde in Schutz der Privatsphäre für Anfänger.
  • Sprechen Sie mit den Kindern über Advergames und den kommerziellen Zweck vieler Websites. Bringen Sie ihnen den Unterschied zwischen Werbung und unabhängigen Informationen bei. Verdeutlichen Sie ihnen, dass nicht alles, was im Internet geschrieben ist, unbedingt wahr sein muss. Versuchen Sie eine Art sechsten Sinn zu entwickeln für Versuche, sie zu beeinflussen und bringen Sie ihnen bei, die Zuverlässigkeit der Informationen aus dem Internet zu prüfen. All dies hängt mit einer kritischen Einstellung gegenüber (persönlichen) Informationen und dem Internet im Allgemeinen zusammen und lehrt sie, was zu tun ist, wenn ihre Eltern nicht da sind um sie zu beraten. Es ist keine gute Idee, Kindern zwischen 9 und 13 Jahren einfach etwas zu verbieten. Ältere Kinder müssen (weiter) ermutigt werden, kritisch zu sein und zwischen Fakten und Fiktion im Internet (und anderswo) zu unterscheiden. Fakten, Vorurteile, Meinungen, usw.: Im Internet gibt es alles durcheinander und ohne Handbuch. Ein kritischer Blick auf Werbung in Spielen ist auch Teil einer guten Medienbildung. Die Computergeneration ist sehr auf Bilder fixiert, daher ist es nützlich, eine bewusste Verbindung mit Bildern und bildhafter Sprache zu entwickeln.
  • Auf jeden Fall sollten die Eltern gemeinsam mit ihren Kindern abwägen, wieso die kommerziellen Websites heutzutage so ausgiebig auf Spiele zurückgreifen, wie virales Marketing und virale Spiele funktionieren, wie Spiele ein Teil einer Strategie sein können, um den Spieler an eine gewisse Produktmarke zu binden, usw. In der Vergangenheit schon setzten sich ErzieherInnen für einen Werbungscode für Spiele ein. Seitdem wurde der Sicherheitscode PEGI online eingeführt, der unter anderem eine „verantwortliche Werbungspolitik“ erwähnt. Wir überlassen jedoch jedem Erzieher persönlich die Bewertung, ob dies ein Schritt in die richtige Richtung ist und ob die Bewertung eines Online-Spieles durch PEGI, insbesondere hinsichtlich der Werbung, ausreichend ist.

Da es kaum Regeln für die Internetwerbung gibt und um die Freiheit der kommerziellen Praktiken einzuschränken, müssen die ErzieherInnen selbst kritisch sein und alle Praktiken melden, die sie zweifelhaft oder unannehmbar finden. Dies ist auch eine gute Art, die Regelung neuer Formen irreführender Werbung zu entwickeln und die neuen Entwicklungen nicht aus den Augen zu verlieren. In Belgien können solche Meldungen immer an infonl(at)saferinternet.be (in Niederländisch) oder an infofr(at)saferinternet.be (in Französisch) gerichtet werden.


Weitere Informationen sind in Niederländisch und Französisch erhältlich unter www.saferinternet.be.

Stefaan Hendrickx
OIVO-CRIOC - belgischer Knotenpunkt

 


 

veröffentlicht: Friday, 23 Nov 2007
Letzte Änderung: Wednesday, 19 Dec 2007
 
Spacer Spacer Spacer
Spacer
Design Copyright © 2005 European Schoolnet. All rights reserved..
co-funded by the European Union
Spacer