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Neuer Bericht des Schwedischen Medienrates über Online-Spiele

Was tun die Kinder am Computer? Wieso können sie noch nicht einmal eine kurze Pause einlegen, um mit ihrer Familie zu Abend zu essen? Welche Auswirkungen hat es am folgenden Tag in der Schule, wenn sie die ganze Nacht spielen?

Der Bericht des Schwedischen Medienrates „Ein Leben in World of Warcraft“ (Att leva i World of Warcraft) von Jonas Linderoth und Ulrika Bennerstedt von der Universität Göteborg behandelt die Probleme, Konflikte und zugrunde liegenden Mechanismen hinter MMORPGs (Massen-Mehrspieler-Online-Rollenspiele). Der Bericht bestätigt, dass das Phänomen der MMORPGs sich von den traditionellen Computer- oder Konsolenspielen und anderen nicht interaktiven Medien wie Film oder Fernsehen unterscheidet. Der Bericht lässt auch erkennen, dass die Mechanismen hinter dem ausgiebigen Spielen sich beispielsweise von jenen des Glückspiels unterscheiden.

„Ein Leben in World of Warcraft” basiert auf Interviews mit zehn Jugendlichen, die World of Warcraft spielen und zeigt, dass der Druck unter Gleichaltrigen einen der wichtigsten Faktoren hinter dem ausgiebigen Spielen darstellt. Die Spielgewohnheiten der Jugendlichen verursachen manchmal spätes Zubettgehen, schlechte Essgewohnheiten, Hygienemangel und eine Vernachlässigung der Hausaufgaben, was zu Konflikten mit ihren Familien führen kann. Der Bericht unterstreicht die Bedeutsamkeit, dass Erwachsene mehr über Online-Spiele erfahren – so können sie die Erfahrungen ihrer Kinder beim Spielen verstehen und ihnen helfen, einen gesunden und ausgeglichenen Lebensstil zu führen.

Melinda Martino, Schwedischer Medienrat

veröffentlicht: Friday, 23 Nov 2007
Letzte Änderung: Wednesday, 19 Dec 2007
 
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