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Gemeinsame Bemühungen der EU nötig zur Verhinderung eines „digitalen 9/11“ und zur Bekämpfung von Cyberbedrohungen

Mit der Veröffentlichung ihres jährlichen allgemeinen Berichts hat die ENISA, die Europäischen Agentur für Netz- und Informationssicherheit, einige der größten Online-Sicherheitsrisiken in Europa hervorgehoben und der Öffentlichkeit präsentiert, wie sie bei der Bekämpfung von Cyberangrifffen, Spam und Risiken im Bereich des Online-Social-Networking Hilfestellung leistet. Die Agentur hat bereits ein Grundsatzpapier für Entscheidungsträger von Gesellschaften und aus dem politischen Bereich sowie für Social-Network-Provider veröffentlicht: „Security Issues and Recommendations for Online Social Networks (Sicherheitsthemen und Empfehlungen für Online Social Networks)".
Anlässlich eines Medien-Briefings in Brüssel hob die Agentur auch das Ungleichgewicht zwischen den EU-Mitgliedsstaaten in Bezug auf den Umgang mit Sicherheitsrisiken hervor. ENISA schlussfolgerte, dass die Mitgliedsstaaten hinsichtlich der Sicherung der e-Wirtschaft noch einen langen Weg vor sich haben. Europa sollte nicht auf das „digitale 9/11“ warten, sondern das Ungleichgewicht in Bezug auf die nationalen Sicherheitsmethoden verringern.

Heutzutage ist 30% des weltweiten Handels „digital abhängig“. Spam hat den Handel 2007 64,5 Milliarden Euro gekostet, doppelt so viel wie 2005. Da nur 6% des Spams überhaupt in Mailboxen landet, wird das Problem als unter Kontrolle angesehen. Die Quantität, Größe und Bandweite des Spams jedoch bleibt ein kostspieliges Problem, da 94% des Spams den unsichtbaren Teil des „Eisbergs“ darstellen. Die Agentur hob seinen Erfolg bei der Milderung von Cyberangriffen durch die Unterstützung der Einrichtung von „Computer-Notfall-Teams“ (Computer Emergency Response Teams’ – CERTs) hervor, die einer „digitalen Feuerwehr“ ähnlich sind. 2005 verfügten nur acht Mitgliedstaaten über staatliche CERTs. 2008 sind es mit 14 beinahe doppelt so viel und die Einrichtung von zehn weiteren ist in den nächsten ein bis zwei Jahren vorgesehen. CERTs sind Schlüsselelemente zur Bekämpfung von Cyberangriffen wie jenen in Estland oder von Spam, der von „Botnets“ erzeugt wird: gekidnappte Computer – 6 Millionen weltweit – die von Kriminellen benutzt werden, um Spam zu versenden und Online-Betrug zu begehen.

Die Agentur ist ein Expertengremium für die unabhängige, fachmännische Beratung der EU und seiner Mitgliedsstaaten im Bereich des Risikomanagements/der Risikobewertung, der Bewusstseinsschärfung, der Sicherheitsrichtlinien, der Widerstandsfähigkeit, usw.

 

Autor: ENISA
veröffentlicht: Thursday, 29 May 2008
Letzte Änderung: Friday, 30 May 2008
 
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