| |
Polnische Bewusstseinskampagne macht auf die Gefahren online Freunde zu treffen aufmerksam26 April 2006
Die Onlineforschungsagentur Gemius führte im Namen der Nobody’s Children Foundation eine Umfrage* durch. Die Ergebnisse zeigen, dass polnische Kinder und Jugendliche sich vermehrt mit "Freunden" treffen, die sie online kennen gelernt haben, obwohl sie sich der möglichen Gefahren bewusst sind. |
Laut der Umfrage “Analyse der Gefahren für Kinder und Jugendliche im Alter von 12-17 Jahren Online-Freunde zu treffen", die im Januar 2006 veröffentlicht wurde, gibt eine klare Mehrheit (90%) der 12-17 jährigen InternetbenutzerInnen zu, dass sie bereits davon gehört oder gelesen haben, dass es gefährlich ist neue Freunde zu treffen, die sie online kennen gelernt haben. Mehr als 2/3 sind der Meinung dass es gefährlich ist, private Informationen bekannt zu geben. Es ist jedoch bedenklich, dass 64% der minderjährigen InternetbenutzerInnen Freundschaften online schließen und private Informationen, wie Telefonnummern (45.2%) oder private Adressen (10.8%) weitergeben.
Diagramm 1: Weitergabe von privaten Informationen im Internet
 Quelle: Gemius SA, Analyse der Gefahren für Kinder und Jugendliche im Alter von 12-17 Jahren Online-Freunde zu treffen, Januar 2006. N=1140
Im Januar 2006 gaben 2/3 der Kinder und Jugendliche zu, dass Menschen, die sie online kennen gelernt haben, sich auch persönlich mit ihnen treffen wollten. Beinahe jeder/jede zweite (44.4%) ging auch zu derartigen Treffen - entweder alleine (50.4%) oder in Begleitung eines Freundes/einer Freundin (48.4%). Einer von vier (23.1%) minderjährigen Internetbenutzern, der seine Onlinebekanntschaft tatsächlich traf gab an, dass das Verhalten des Onlinefreundes während des Treffens "verdächtig" war.
Diagramm 2. Wollte sich jemand, den du online kennen gelernt hast, auch im "wahren Leben" mit dir treffen?
 Quelle: Gemius SA, Analyse der Gefahren für Kinder und Jugendliche im Alter von 12-17 Jahren Online-Freunde zu treffen, Januar 2006.
Die Forschungsergebnisse zeigen akuten Aufklärungsbedarf nicht nur unter Kindern sondern auch unter deren Eltern. Die Umfrage zeigte, dass sich rund 1/3 der polnischen Eltern der Gefahren des Internetsurfens ihrer Kinder nicht bewusst ist (28.4%). Jugendliche lernen von den Risiken durch die Medien - Fernsehen (89.1%), Presse (78.4%) und Internet (83.7%). Eltern teilen derartige Gefahren oft nicht ihren Kindern mit (55.0%).
(*)Die Forschungsarbeit fand zwischen 11. und 12. Januar 2006 mit Hilfe von Onlinefragebögen auf Websites statt. An der Umfrage nahmen 1.779 InternetnutzerInnen im Alter von 12 Jahren - 173.768 im Alter von 18+ sowie 204 Eltern von 12-17 Jährigen teil.
| Autor: |
Agnieszka Wrzesień, Project Coordinator, Nobody’s Children Foundation |
| veröffentlicht: |
Wednesday, 26 Apr 2006 |
| Letzte Änderung: |
Thursday, 8 Jun 2006 |
|
|