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Soziale Internetgewohnheiten junger FinnInnen26 April 2006
Die vielfältigen Umgebungen und die darin stattfindenden menschlichen Interaktionen im Internet schaffen neuartige Gemeinschaften (Communities), die sich jedoch nicht grundlegend von denen der "realen Welt" unterscheiden. Das Internet überbrückt räumliche Distanz. Dies kann enorme Auswirkungen auf das Sozialverhalten von Menschen haben, da physische Barrieren wegfallen. |
Dieses Thema ist zentraler Inhalt einer Forschungsarbeit, die im Moment in Finnland durchgeführt wird. Mika Joensuu hat mit Jugendlichen aus Helsinki im Alter von 13 bis 15 zusammen gearbeitet und sie zu ihrem Internetgebrauch befragt. Darüber hinaus hat er untersucht, wie sich die Chatsprache und Kontakte zu FreundInnen aus dem Internet auf das "wahre" Leben auswirken. Er fand heraus, dass eine Umgebung geschaffen wird, in der das Internet eine wesentliche Rolle spielt.
Das Internet ist eine Erweiterung des täglichen sozialen Lebens der Jugendlichen. Dadurch können auch Jugendarbeiter das Internet als sicheres Werkzeug für ihre Arbeit nutzen. Joensuu warnt vor den Risiken der Interaktion zwischen Jugendlichen. Die Gefahr besteht darin, dass Erwachsene fehlen, die Lebenserfahrungen einbringen und Unterstützung geben.
Es ist ganz normal, dass Jugendliche ihre Zeit lieber mit Gleichaltrigen verbringen. Jugendarbeiter können den jugen Menschen auch im Netz Hilfe und Unterstützung anbieten. Das Internet ist für Jugendliche bereits alltäglich geworden und sie können es sich aus ihrem Leben nicht mehr wegdenken.
Laut Joensuu pflegen Jugendliche Internetkontakte mit FreundInnen, die sie bereits kennen. Wir haben in den letzten vier Jahren in unserer Internetarbeit bei “Save the Children Finland” die selben Erfahrungen gemacht. Wir müssen uns trotzdem der Gefahren für Menschen mit schlechten Kommunikationsfertigkeiten bewusst sein. Sie könnten vom sozialen Leben im Internet abhängig werden und in riskante Situationen kommen, wenn sie den Kontakt zu anonymen Menschen und völligen Fremden suchen.
| Autor: |
Suvi Kuikka, Project manager, Save the Children Finland |
| veröffentlicht: |
Tuesday, 25 Apr 2006 |
| Letzte Änderung: |
Thursday, 8 Jun 2006 |
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