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Neues italienisches Gesetz zur Bekämpfung von Kinderpornographie im Internet

Am 6. Februar 2006 stimmte die Justizkommission des italienischen Parlaments einem Gesetz mit dem Titel "Verordnung über den Kampf gegen sexuelle Ausbeutung von Kindern und gegen Kinderpornographie im Internet" zu. Das neue Gesetz setzt eine Richtlinie des Rats der EU von Dezember 2003 um.

Die neuen Maßnahmen sollen bestehende Gesetze verschärfen und der Polizei Handhabe gegen jene Menschen geben, die für umfangreiches kinderpornographisches Material im Internet verantwortlich sind. Sie richten sich auch gegen Straftaten der "virtuellen Pornographie" - Fotos oder Videos, die reale und irreale Fotos oder Graphiken vermischen.

Die Maßnahmen sehen zudem die Schaffung eines nationalen Zentrums zur Bekämpfung von Kinderpornographie im Internet vor. Eines seiner Ziele wird die Sammlung aller Berichte von Online-Kinderpornographie sein. Internetanbieter müssen ein Filtersystem einsetzen um den Zugang von Sites zu verhindern, die vom Zentrum als gefährlich eingestuft werden.

Darüber hinaus wird ein nationales Observatorium für Kinderpornographie gegründet. Es wird Daten des Zentrums analysieren, um die Trends der Kinderpornographie im Internet in Italien zu identifizieren. Das Observatorium wird zudem neue Strategien vorschlagen, um Kinderpornographie zu bekämpfen und vorzubeugen.

Autor: Cristiana de Paoli, Save the Children Italy
veröffentlicht: Thursday, 6 Apr 2006
Letzte Änderung: Thursday, 22 Jun 2006
 
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