Immer mehr Kinder benutzen täglich Mobiltelefone. In einigen europäischen Ländern gibt es sogar mehr Kinder mit Mobiltelefonen als Kinder, die das Internet benutzen. Während sowohl das Internet als auch Mobiltelefone den Jugendlichen großartige Möglichkeiten bieten, können sie sich bei der Anwendung dieser Technologien auch Risiken aussetzen.
Unabhängig von der Übertragungsplattform dieser Inhalte befasst sich die Europäische Kommission mit dem Schutz der Kinder gegen schädliche oder illegale Inhalte in den neuen Medien. Die Kommission hat sich im behördlichen und nicht-behördlichen Bereich betätigt, insbesondere durch das Safer Internet Programm, das die sichere Nutzung des Internets und der neuen Online-Technologien durch die Bekämpfung illegaler und schädlicher Inhalte fördert.
Seit 2005 wurden einige Aktionen organisiert, die vor allem die Nutzung der Mobiltelefone betreffen: Die Kommission startete die Debatte auf europäischer Ebene durch die Einberufung einer Plenarsitzung des Safer Internet Forums zu diesem Thema im Juni 2005. 200 VertreterInnen aus der Industrie und von Kinder- und Jugendschutzorganisationen nahmen teil.
Im Juni 2006 hielt die Kommission eine öffentliche Erhebung ab, um verschiedene Meinungen und mögliche Lösungen für die Risiken zu sammeln, die Kinder und Jugendliche durch die Nutzung von Mobiltelefondiensten eingehen. 74 Antworten aus 20 EU-Ländern gingen ein, von Industriemagnaten (Mobilnetzbetreiber, Content-Provider), Vereinigungen (Kinderrechte und -fürsorge, Konsumenten) und öffentlichen Behörden (Informatik, Medien, Polizei und Regulierungsbehörden). Detaillierte Resultate wurden veröffentlicht und die Kommission plant die Freigabe einer Kurzfassung der Resultate und der Schlussfolgerungen am 6. Februar 2007.
Die Kommission möchte mit dieser europaweiten Debatte eine Art Selbstregulierung erreichen, wie sie sich bereits in einigen Mitgliedsstaaten entwickelt. Sie unterstützt daher mehrere ähnliche Initiativen von Mobilfunkbetreibern, nichtstaatlichen Organisationen und anderen Interessenvertretern.
Europäische Kommission, Generaldirektorat für Informationsgesellschaft und Medien